Libanon Vorträge in Ried. i. I.

Am 22. Juni 2017 hielt Shabka eine Fortbildung zum Libanon für das Personal des Panzergrenadierbataillons 13 in Ried im Innkreis. Lukas Wank vermittelte in seinem Vortrag ein Grundverständnis über die jüngere Geschichte des Landes und das komplexe konkordanzdemokratische politische System. Vor dem Hintergrund der Einflüsse des Krieges in Syrien wurde auch ein Ausblick auf die zukünftigen politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen diskutiert. Am Abend wiederholte Shabka den Vortrag für die interessierten MitgliederInnen der 13er-Kameradschaft, dem Traditionsverein des ÖBH-Verbandes in Ried.

Shabka and University of Graz launch CPD Policy Blog

We proudly present you the CPD Policy Blog, our newest project. After months of preparations, the Blog was finally launched at the beginning of April as a joint project between Shabka, the University of Graz, and the Austrian Conflict, Peace, and Democracy Cluster. The CPD Policy Blog creates a bridge between research and politics, between academia and policy. In doing so, the project connects the dots. It contributes to social progress. It enables sustainable politics. It thinks ahead.

Vision

The Blog tackles challenges and identifies opportunities in policy making: from engagement of grassroots movements to decision-making by high-ranking government officials. Its short but concise contributions provide highly accessible and comprehensive information for actors in this broad field. Against that background, the CPD Policy Blog analyses formations of violence and conflicts in order to describe strategies that resolve those in the short, medium and long term.

Outreach

Providing accessible inputs to enable informed political decisions.

Policy

Infusing policy with peace, conflict, and democracy studies expertise.

Sustainability

Contributing to sustainable political and social progress.

Shabka bei den Kritischen Literaturtagen

Zum ersten Mal gestaltete Shabka im Rahmen der Kritischen Literaturtage am 14. Mai 2017 einen Programmpunkt zum Thema “Aktuelles aus der Friedens- und Konfliktforschung”. Auf der Grundlage der Erkenntnisse der Studie des Zentrums für Friedensforschung und Friedenspädagogik wurde diesmal einem interessierten Fachpublikum über die Aufbruchsstimmung, die in der Friedens- und Konfliktforschung herrscht, berichtet.

Notwendiger denn je, befindet sich die “Szene” im Dornröschenschlaf

Angesichts der schieren Quantität und der Komplexität gegenwärtiger Krisen wird der Ruf nach Lösungen aus dem Bereich der Friedens- und Konfliktforschung immer lauter. Scheinbar allgegenwärtig, hat sich die Krise fest in unseren alltäglichen Sprachgebrauch und noch viel stärker in unser aller emotionaler Empfinden eingeprägt. Das Heidelberger Konfliktbarometer zählte für 2016 insgesamt 402 Konflikte.  Mit Blick auf diese Zahlen wird die Notwendigkeit der Friedens- und Konfliktforschung noch deutlicher. Es stimmt einer daher nachdenklich, dass in der Studie Expert*innen den Zustand der “Szene” als besorgniserregend empfinden und das Bild eines kümmerlichen Pflänzchen, welches nicht gegossen wird, zeichnen.

Eine neue Generation der Friedens- und Konfliktforschung

Dem Lamento zum Trotz, war auch bei den Kritischen Literaturtagen, wie schon beim letztjährigen Netzwerktreffen, ein frischer Wind spürbar, neue Energie und Ideen allgegenwärtig. Shabka wollte Vertreter*innen einer neuen Generation der “Szene” dem Publikum vorstellen und hat dazu Kathrin von Blickwinkel eingeladen, die am 1. April veröffentlichtes Comic-Buch vorgestellt haben. Die Comics über Menschen auf der Flucht laden dazu ein, hinter die Bilder zu blicken und die Menschen, die diese Schicksale erlitten haben, kennen zu lernen. Die Blickwinkel-Comics sind ein mutiges Beispiel dafür, wie mit Kreativität, Witz und neuer Energie wieder frischer Winde in die Szene kommt.

Brücken zwischen den Generationen bauen und Wissen transferieren

Zum Abschluss des Programms stellte Shabka noch das im Herbst beginnende Projekt “Stimmen der Friedens- und Konfliktforschung” vor. Shabka – als Vertreter*in einer neuen Generation – will Brücken zwischen den Generationen bauen und Portraits von langjährigen, erfahrenen Vertreter*innen erarbeiten. Es geht darum, die Motive, die Anfänge und die Erfolge jener Menschen darzustellen, die sich in den 1970er und 1980er Jahren aufgemacht haben, um die damaligen brennenden Themen und Konflikte anzuschauen und Ideen für Lösungen zu erarbeiten. Wir wollen damit das Wissen, über das diese Menschen verfügen, erfahrbar machen – es weitertragen – und vielleicht die Wiederholung des ein oder anderen Fehlers vermeiden. Mehr zu diesem Projekt gibt es demnächst.

Salon Shabka: Lokalaugenschein in Mosul

Der Journalist Markus Schauta präsentierte im Salon am 14. März 2017 Eindrücke von seiner Recherchereise durch den Nordirak Ende Jänner 2017. Im Fokus dabei waren Impressionen aus Mosul, Bashiqa und Nimrud, welche als Ausgangspunkt für weiterführende Überlegungen, wohin sich die Situation im Irak nach dem militärischen Sieg über den IS entwickeln könnte, dienten. Im Zuge der Diskussion wurde klar, dass die Konfliktlinien, die das Land durchziehen, vielfältig sind.

Im Laufe des Abends wurde auch das Los der Zivilbevölkerung in den umkämpften Gebieten angesprochen und das Verhältnis der Zivilbevölkerung zum IS tiefer beleuchtet. Mehr zur Diskussion, den Denkanstößen, sowie Weiterführendes zum Thema findet ihr im Artikel zum Salon Shabka: Lokalaugenschein in Mosul.

Salon Shabka: Zerbrechliche Zukunft im Prekariat

Im letzten Salon Shabka im Jahr 2016 diskutierten wir unter dem Begriff “Prekariat” ein dynamisches und vielschichtiges Thema. Als idealer Einstieg dazu diente der, jüngst mit dem Debütpreis des Österreichischen Buchpreises ausgezeichnete, Roman Traurige Freiheit von Friederike Gösweiner. Darin scheint “das Prekäre” zwischen der Gefahr des Stürzens, des Verharrens und des Aufstiegs zu stehen, stets verbunden mit Möglichkeiten und Risiko gleichermaßen, immer aber gekennzeichnet durch den Mangel und das Stehen am Rande des Abgrunds.

Diese verschiedenen Zugänge haben Paul Winter und Lukas Wank als Anlass für eine Diskussion genommen, die den Raum eröffnete, sich prekären Realitäten anzunähern, diese gemeinsam zu reflektieren und aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten. Mehr zur Diskussion, den Denkanstößen, sowie Weiterführendes zum Thema findet ihr im Artikel zum Salon Shabka: Zerbrechliche Zukunft im Prekariat.

Diskussion im letzten Salon Shabka im Jahr 2016 zum Thema prekäre Arbeitswelten. Bild: Thomas König/Shabka.

Shabka expands

Over the past few months Shabka has undergone a big transformation process. We have expanded our aspiration when it comes to informing you critically and tackling mainstream information. We have established new rooms to exchange views. We have introduced new formats to bridge theory and practice.

In doing so, we have found new ways of making our ideas visible and accessible to a wider public. By widening our base, our online Journal and the Shabka Exchange now find themselves in the midst of other new projects.

Among them is our new Salon Shabka that opens a space for political and societal discussion. It’s a space off the beaten track of hectic and hurried public discourses that favor dominant mainstream arguments. Instead, the Salon is intense. It’s controversial. Sophisticated. Deliberative. It offers you a detailed and critical context to the complexity of what is happening around us.

Another new pillar is the Voices project that connects knowledge of established peace researchers and practitioners to a wider public. In digging out acknowledged expertise and making it come to life, it enables you to learn about concepts, challenges and possibilities of peace and conflict analyses. Further, Shabka’s Voices project gives you the opportunity to get to know the people who ask today’s uncomfortable questions.

Salon Shabka: Fundamentalismus und Moderne

Am 11. 10. 2016 fand der dritte Salon Shabka statt, dieses Mal unter Vorbereitung von Constantin Lager und Paul Winter. Mit „Fundamentalismus und Moderne“, dessen Aufhänger Constantins Artikel zum Thema war, diskutierten wir über etwas, das nur zu Beginn abstrakt klingt, aber sehr konkrete Auswirkungen hat. Schnell mussten wir dann auch feststellen, dass wir bereits bei der Diskussion über die Begriffe „Fundamentalismus“ und „Moderne“ nicht umher kommen, im Wespennest zu stochern: Sowohl Moderne als auch Fundamentalismus können nicht ohne einer Vielzahl anderer Begriffe gedacht und diskutiert werden – von Ideologie über Macht, Radikalität, Freiheit und Herrschaft – alles Wortklötze, denen wir nur in ihrem Zusammenspiel, in ihrem Kontext, Bedeutung verschaffen können.

Gerade dies machte diese Diskussion zu einem Abenteuer, einem Kraussel aus Bedeutungen, Benennungen und Dialogen. Mehr zur Diskussion, den Denkanstößen, sowie Weiterführendes zum Thema findet ihr im Artikel zum Salon Shabka: Fundamentalismus und Moderne.

Salon Shabka: Kassandra, stuck in the middle

Am 23. August 2016 fand der zweite Salon Shabka in Wien statt. Diesmal befassten wir uns mit der mythologischen Figur der Kassandra und ihrem Dilemma. Jürgen Neuhuber und Lukas Wank wählten auch diesmal Literatur als “neutralen Boden” einer tiefer gehenden Diskussion. Auf Basis von Christa Wolfs Verarbeitung der Kassandra in Romanform wurde gemeinsam über die gegenwärtige politische Polarisierung und Dynamisierung, die vielfachen Konflikte und Krisen und das sich dadurch gewissermaßen durch die Gesellschaft ziehende Gefühl eines Umbruchs diskutiert. Kassandra stand in der Diskussion aber nicht als Symbol für pessimistische Vorhersagen, sondern eher als Fackelträgerin eines friedenspolitischen Zugangs zu den „Umbruchsgefühlen“.

Mehr zur Diskussion, den Denkanstößen, sowie Weiterführendes zum Thema findet ihr im Artikel zum Salon Shabka: Kassandra, stuck in the middle.

Netzwerktreffen Friedensforschung in Österreich

Im Vorfeld der 33. Sommerakademie des ÖSFK Stadtschlaining fand am 3 Juli ein Netzwerktreffen von VertreterInnen der österreichischen Friedensforschung statt. Shabka war mit dabei.

Anlass war die kürzlich im Rahmen der Präsentation des Jahresbuches des Zentrums für Friedensforschung (ZFF) und Friedenspädagogik der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt präsentierte Studie zum gegenwärtigen Zustand der österreichischen Friedensforschung. Rund 20 VertreterInnen aus Forschung, Vermittlung und Praxis, darunter auch Shabka, folgten der Einladung des Präsidenten des ÖSFK, Peter Kostelka, zum Treffen.

Zunächst ging es darum, ähnlich der Fragestellungen der ZFF-Studie, den Zustand der österreichischen Friedensforschung aus der Perspektive der Teilnehmenden zu erörtern. Des Weiteren wurden die größten Herausforderungen für die Friedensforschung in Österreich besprochen.
Angesichts der steigenden Notwendigkeit ging vom Netzwerktreffen ein Appell für die Friedensforschung und eine klare Aufbruchsstimmung aus. Die österreichische Friedensforschung hat mit diesem Treffen ein klares Zeichen gesetzt, in Zukunft “gemeinsamer” mit lauter Stimme zu sprechen.

Salon Shabka: Identität & Migration

Der erste „Salon Shabka“ fand am 29. Juni 2016 in Wien statt. Als Grundlage dafür wurde Literatur gewählt, weil sie es schafft, Menschen aus den Häusern zu locken und die Welt jenseits des Gartenzauns zu betrachten. Literatur bietet die Möglichkeit, sich in andere Menschen einzufühlen, wie es der kolumbianische Autor Héctor Abad so schön sagt. Gerade bei dem Thema Migration scheint dieser Aspekt besonders wichtig, ganz speziell dann, wenn migrantische Identität im Mittelpunkt steht.

Oft entbehrt eine Diskussion darüber nämlich einer nüchternen Grundlage und oszilliert zwischen harten Kriegsgeschichten oder verzerrten Sensationsmeldungen. Jürgen Neuhuber und Lukas Wank wollten dieser Oberflächlichkeit entgegenwirken und haben im Salon die Bücher Andere Leben und I killed Scheherazade vorgestellt. Gemeinsam wurde dann das Thema Identität und Migration aus einer feministischen Perspektive besprochen.

Mehr zur Diskussion, den Denkanstößen, sowie Weiterführendes zum Thema findet ihr im Artikel zum Salon Shabka: Identität & Migration.