Salon Shabka: Zerbrechliche Zukunft im Prekariat

Im letzten Salon Shabka im Jahr 2016 diskutierten wir unter dem Begriff “Prekariat” ein dynamisches und vielschichtiges Thema. Als idealer Einstieg dazu diente der, jüngst mit dem Debütpreis des Österreichischen Buchpreises ausgezeichnete, Roman Traurige Freiheit von Friederike Gösweiner. Darin scheint “das Prekäre” zwischen der Gefahr des Stürzens, des Verharrens und des Aufstiegs zu stehen, stets verbunden mit Möglichkeiten und Risiko gleichermaßen, immer aber gekennzeichnet durch den Mangel und das Stehen am Rande des Abgrunds.

Diese verschiedenen Zugänge haben Paul Winter und Lukas Wank als Anlass für eine Diskussion genommen, die den Raum eröffnete, sich prekären Realitäten anzunähern, diese gemeinsam zu reflektieren und aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten. Mehr zur Diskussion, den Denkanstößen, sowie Weiterführendes zum Thema findet ihr im Artikel zum Salon Shabka: Zerbrechliche Zukunft im Prekariat.

Diskussion im letzten Salon Shabka im Jahr 2016 zum Thema prekäre Arbeitswelten. Bild: Thomas König/Shabka.

Shabka expands

Over the past few months Shabka has undergone a big transformation process. We have expanded our aspiration when it comes to informing you critically and tackling mainstream information. We have established new rooms to exchange views. We have introduced new formats to bridge theory and practice.

In doing so, we have found new ways of making our ideas visible and accessible to a wider public. By widening our base, our online Journal and the Shabka Exchange now find themselves in the midst of other new projects.

Among them is our new Salon Shabka that opens a space for political and societal discussion. It’s a space off the beaten track of hectic and hurried public discourses that favor dominant mainstream arguments. Instead, the Salon is intense. It’s controversial. Sophisticated. Deliberative. It offers you a detailed and critical context to the complexity of what is happening around us.

Another new pillar is the Voices project that connects knowledge of established peace researchers and practitioners to a wider public. In digging out acknowledged expertise and making it come to life, it enables you to learn about concepts, challenges and possibilities of peace and conflict analyses. Further, Shabka’s Voices project gives you the opportunity to get to know the people who ask today’s uncomfortable questions.

Salon Shabka: Fundamentalismus und Moderne

Am 11. 10. 2016 fand der dritte Salon Shabka statt, dieses Mal unter Vorbereitung von Constantin Lager und Paul Winter. Mit „Fundamentalismus und Moderne“, dessen Aufhänger Constantins Artikel zum Thema war, diskutierten wir über etwas, das nur zu Beginn abstrakt klingt, aber sehr konkrete Auswirkungen hat. Schnell mussten wir dann auch feststellen, dass wir bereits bei der Diskussion über die Begriffe „Fundamentalismus“ und „Moderne“ nicht umher kommen, im Wespennest zu stochern: Sowohl Moderne als auch Fundamentalismus können nicht ohne einer Vielzahl anderer Begriffe gedacht und diskutiert werden – von Ideologie über Macht, Radikalität, Freiheit und Herrschaft – alles Wortklötze, denen wir nur in ihrem Zusammenspiel, in ihrem Kontext, Bedeutung verschaffen können.

Gerade dies machte diese Diskussion zu einem Abenteuer, einem Kraussel aus Bedeutungen, Benennungen und Dialogen. Mehr zur Diskussion, den Denkanstößen, sowie Weiterführendes zum Thema findet ihr im Artikel zum Salon Shabka: Fundamentalismus und Moderne.

Salon Shabka: Kassandra, stuck in the middle

Am 23. August 2016 fand der zweite Salon Shabka in Wien statt. Diesmal befassten wir uns mit der mythologischen Figur der Kassandra und ihrem Dilemma. Jürgen Neuhuber und Lukas Wank wählten auch diesmal Literatur als “neutralen Boden” einer tiefer gehenden Diskussion. Auf Basis von Christa Wolfs Verarbeitung der Kassandra in Romanform wurde gemeinsam über die gegenwärtige politische Polarisierung und Dynamisierung, die vielfachen Konflikte und Krisen und das sich dadurch gewissermaßen durch die Gesellschaft ziehende Gefühl eines Umbruchs diskutiert. Kassandra stand in der Diskussion aber nicht als Symbol für pessimistische Vorhersagen, sondern eher als Fackelträgerin eines friedenspolitischen Zugangs zu den „Umbruchsgefühlen“.

Mehr zur Diskussion, den Denkanstößen, sowie Weiterführendes zum Thema findet ihr im Artikel zum Salon Shabka: Kassandra, stuck in the middle.

Netzwerktreffen Friedensforschung in Österreich

Im Vorfeld der 33. Sommerakademie des ÖSFK Stadtschlaining fand am 3 Juli ein Netzwerktreffen von VertreterInnen der österreichischen Friedensforschung statt. Shabka war mit dabei.

Anlass war die kürzlich im Rahmen der Präsentation des Jahresbuches des Zentrums für Friedensforschung (ZFF) und Friedenspädagogik der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt präsentierte Studie zum gegenwärtigen Zustand der österreichischen Friedensforschung. Rund 20 VertreterInnen aus Forschung, Vermittlung und Praxis, darunter auch Shabka, folgten der Einladung des Präsidenten des ÖSFK, Peter Kostelka, zum Treffen.

Zunächst ging es darum, ähnlich der Fragestellungen der ZFF-Studie, den Zustand der österreichischen Friedensforschung aus der Perspektive der Teilnehmenden zu erörtern. Des Weiteren wurden die größten Herausforderungen für die Friedensforschung in Österreich besprochen.
Angesichts der steigenden Notwendigkeit ging vom Netzwerktreffen ein Appell für die Friedensforschung und eine klare Aufbruchsstimmung aus. Die österreichische Friedensforschung hat mit diesem Treffen ein klares Zeichen gesetzt, in Zukunft “gemeinsamer” mit lauter Stimme zu sprechen.

Salon Shabka: Identität & Migration

Der erste „Salon Shabka“ fand am 29. Juni 2016 in Wien statt. Als Grundlage dafür wurde Literatur gewählt, weil sie es schafft, Menschen aus den Häusern zu locken und die Welt jenseits des Gartenzauns zu betrachten. Literatur bietet die Möglichkeit, sich in andere Menschen einzufühlen, wie es der kolumbianische Autor Héctor Abad so schön sagt. Gerade bei dem Thema Migration scheint dieser Aspekt besonders wichtig, ganz speziell dann, wenn migrantische Identität im Mittelpunkt steht.

Oft entbehrt eine Diskussion darüber nämlich einer nüchternen Grundlage und oszilliert zwischen harten Kriegsgeschichten oder verzerrten Sensationsmeldungen. Jürgen Neuhuber und Lukas Wank wollten dieser Oberflächlichkeit entgegenwirken und haben im Salon die Bücher Andere Leben und I killed Scheherazade vorgestellt. Gemeinsam wurde dann das Thema Identität und Migration aus einer feministischen Perspektive besprochen.

Mehr zur Diskussion, den Denkanstößen, sowie Weiterführendes zum Thema findet ihr im Artikel zum Salon Shabka: Identität & Migration.

Conversations about a Greater Europe

About 40 people joined the “Conversations about a Greater Europe” in Vienna on June 3rd, 2014. The event was organized by Youth UPF in cooperation with ACUNS. ”Identity. Boarders. Peace.” where the three themes the gathering tackled.

Katarzyna Winiecka, artist and activist with the Transnational Forum on Refugee and Migrant Struggles, gave an overview on the development of the movement and her involvement and brought up the issue of non-citizenship, people living in Europe but facing severe limitations in their civil rights and freedoms.

Carina Autengruber, European Youth Delegate of the Austrian National Youth Council stressed the importance of the European Union and young people being actively involved in it for the future of the continent. She emphasized that “Europe is a historic event, that we are part of” and that “youth is part of the solution, not of a problem that needs to be solved by others.”

Lukas Wank, the Founder of Shabka expressed his concerns that European democracies are dissolving due to the strong entanglement of economy, EU politics and the capital market. He invoked the necessity of a “counter democracy” and “push from the public.” He stressed that Europe should be a “conflict project”, meaning a space of public debate.

After partly concerned partly hopeful inputs on Europe and the EU, the following questions were discussed in a World Café Style: How European am I? How am I European? What is not European? Where does Europe end? (How)Does the EU contribute to peace?

Shabka unterstützt “Menschenrechte kennen keine Grenzen”

Am 20. Mai 2014 fand am Ballhausplatz in Wien eine Kundgebung statt, um ein anderes, ein menschenrechtskonformes Asylwesen einzufordern. Shabka unterstützte dabei ein überparteiliches, überorganisationielles, zivilgesellschaftliches Bündnis von Menschen, die mit der derzeitigen europäischen Asylpolitik nicht einverstanden sind: Menschenrechte kennen keine Grenzen.

Gemeinsam sollte ein Zeichen gesetzt werden, dass Flüchtlinge Menschen mit Namen und Geschichten sind, die an Europas Grenzen auf der Suche nach Schutz gestorben sind nicht Zahlen und Statistiken. Deshalb wurde ein grundlegendes Umdenken in der EU-Asylpolitik gesetzt, denn diese geschieht gegenwärtig nicht in unserem Namen.

Wir wollen in einem Europa leben, dessen Priorität es ist, Menschen zu schützen, nicht Grenzen. Menschen flüchten nach wie vor nicht freiwillig. Asyl zu beantragen ist ein Recht und Schutz zu gewähren kein Gefallen des jeweiligen Aufnahmestaates.

Book presentation – Frauenpower auf Arabisch

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Shabka´s Tyma Kraitt discussing at Karim El-Gawhary‘s book presentation “Frauenpower auf Arabisch” in the Austrian parliament on February 10th, 2014. The event was organised by the Grüne Bildungswerkstatt Minderheiten, Alev Korun and Berivan Aslan from the Green Party. The panel: Karim El-Gawhary (journalist & book author), Mary Attia (Verein für ägyptische Frauen und Familien), Tyma Kraitt (Editor-in-chief, Shabka), Viola Raheb (University of Vienna), Alev Korun (Green Party).

Shabka on air at Austrian radio station fm4

Riem Higazi from the Vienna based radio station fm4 asked us what Shabka is and how it came to be.
So, what is Shabka, really?

If you wanna find out straight away, dig into the Monday, February 10th, episode of fm4 Reality Check or enjoy the whole episode of Monday’s Reality Check down below. To hear about Shabka you’ll have to wait until 12:48 mins. into the track.

(Podcast file of the episode provided by fm4. Copyright: fm4)